Post für Jessi

Das wird wohl der erste Brief, den Du auch wirklich bekommst. Es ist echt seltsam. Es gibt so vieles in meinem Kopf, was ich dir schreiben möchte. Doch einen richtigen Anfang finde ich nicht. Vielleicht liest du auch gar nicht weiter, sondern schmeißt sofort alles in die Tonne. Oder besser wäre wenn es dein Hund frisst.

 

Heute Morgen beim aufwachen hat mein Herz schon wieder so sehr beim schlagen weh getan. Ich glaube nicht an das was der Arzt gesagt hat. Ich kenne den Grund. Der bist Du. Als du mich gefragt hast, ob ich noch etwas für dich fühle, habe ich gelogen. Ich hasse lügen und bin auch nicht sehr gut darin. Aber das weißt du ja. Das war einfach ein Versuch mich selbst zu schützen. Doch dieser Versuch kostet mich einiges an Kraft. Ich kann das nicht länger.

 

Jetzt starre ich schon wieder seit Minuten auf das Papier. Ich musste gerade daran denken, wie du mich auf der Arbeit besucht hast. An einen bestimmten Moment. Ich stand im Büro und du davor. Du hast dich in meine Richtung gelehnt, um in den anderen Raumbereich zu schauen. Doch ich dachte du willst etwas anderes und habe deine Wange geküsst. Deine Haut war so sanft und weich. In diesem Augenblick hat mein Herz so gerast und ich hatte mir gewünscht, dass er nicht vorüber geht. Ich hätte ewig deine Haut berühren können.

An diesem Tag habe ich ja schon längst gewusst was ich für dich fühle. Eigentlich schon vom ersten Tag an, als du das erste Mal in die Cafeteria gekommen bist. Auf dem Seminar hat mich die Eifersucht auf Timo und Jill fast zerfressen. Vor allem als ich am letzten Abend auf deinem Schoß saß und du mich gestreichelt hast. Aber danach was mit Timo hattest.

 

Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie sehr mein Herz gehüpft ist, als ich erfahren habe, dass du auf Frauen stehst. Ich weiß das noch ganz genau, Ich war da in diesem IC nach Nürnberg und hab deine Sms gelesen. Ich hab mich so gefreut, dass die Frau mir gegenüber mit grinsen musste. Dann wollte ich auch schon die Notbremse ziehen. Aber mein Pflichtgefühl Christina gegenüber lies es mich nicht tun. Sie war so psychisch labil und hat mich so gebraucht. Ich hatte sehr angst sie zu verlassen und sie sich etwas antun könnte. Also redete ich mir ein, ich könnte auch nur eine Freundschaft mit dir haben. Wie gut das geklappt hat weißt du ja. Wir haben Kaffee getrunken, wir waren im Kino, wir haben Händchen gehalten und ich wollte nicht mehr aufhören in deine Augen zu schauen. Das Gefühl was mir deine Anwesenheit gab, kannte ich nicht. Es war ein schönes und gutes Gefühl. Deine Aufmerksamkeit zu bekommen, war wie ein Rausch....

 

Fortsetzung folgt

29.1.11 21:03

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


jessi (29.1.11 21:11)
wow,ich weiss nicht was ich sagen soll...

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